Vor der Auswahl: Was muss die neue Lösung leisten?

  • 1. Welche drei konkreten Probleme soll der Wechsel lösen? Halten Sie beobachtbare Ziele fest, etwa einen vereinfachten Dokumentationsablauf.
  • 2. Welche Fachrichtungen, Standorte und Arbeitsplätze müssen abgebildet werden? Beziehen Sie Vertretungen und mobile Arbeit ein.
  • 3. Welche Funktionen und Anbindungen sind unverzichtbar? Listen Sie Geräte, Labor, Dokumentenablage und weitere benötigte Schnittstellen auf.

Vor dem Vertrag: Wer übernimmt welche Aufgabe?

  • 4. Welche Daten können exportiert und übernommen werden? Lassen Sie Umfang, Formate und Einschränkungen von den zuständigen Anbietern schriftlich bestätigen.
  • 5. Wer prüft die fachliche Vollständigkeit? Benennen Sie Verantwortliche in der Praxis und vereinbaren Sie nachvollziehbare Stichproben.
  • 6. Welche Voraussetzungen gelten für Geräte, Netzwerk und Software? Nutzen Sie die aktuellen, für Ihre Installation bestätigten Herstellervorgaben.

Vor dem Wechsel: Was wird getestet?

  • 7. Wie sieht ein typischer Praxistag im neuen System aus? Erstellen Sie Testabläufe für Anmeldung, Dokumentation und die benötigten Folgeprozesse.
  • 8. Welche Ausfallzeit ist eingeplant? Abstimmung mit Sprechstundenplanung, Team und Anbietern verhindert unrealistische Erwartungen.
  • 9. Welche Ausweich- und Rückfallmöglichkeiten gibt es? Klären Sie, wer bei einem Problem entscheidet und welche Schritte tatsächlich möglich sind.

Für den Betrieb: Was bleibt nach dem Start?

  • 10. Wer begleitet und schult das Team? Planen Sie Zeit für Fragen, Übung und benannte Ansprechpartner ein.
  • 11. Wie werden Backup und Wiederherstellung geprüft? Legen Sie Umfang, Zuständigkeiten und einen geeigneten Test fest.
  • 12. Wer ist nach dem Start erreichbar? Trennen Sie Infrastruktur-, PVS- und weitere Herstellerthemen und dokumentieren Sie Eskalationswege.

So nutzen Sie die Checkliste

Ergänzen Sie zu jeder Frage einen Verantwortlichen, einen Termin und einen Nachweis. Ein offener Punkt ist zunächst kein Ausschlusskriterium. Er muss aber vor der betroffenen Entscheidung geklärt sein.

Die Checkliste ist eine Planungshilfe. Sie ersetzt weder die projektspezifischen Herstellervorgaben noch eine individuelle technische oder rechtliche Prüfung. Verwenden Sie für erste Abstimmungen keine Patientendaten.

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Kai Nottrodt
Kai Nottrodt

Softwareentwicklung, IT-Betreuung und technische Planung für Unternehmen und Praxen. Frankfurt / Rhein-Main & remote.

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